Humanistische Kultur

Was verbindet Humanisten außerhalb der harten Fakten von Wissenschaft, und über die strategischen Ziele geplanter Kampagnen hinaus? Welche Vorlieben und Interessen an den schönen Seiten des Lebens teilen sie? Auf welche Weise sind Humanisten einander ähnlich und bilden eine gemeinsame Identität, eine Community, eine Gemeinschaft?

Was ist die evolutionär-humanistische Kultur, oder vielmehr, was könnte sie sein?

Eine solche Kultur umfasst alltägliche Ethik- und Moralvorstellungen, sprachliche Konventionen und Metaphern, Denkstrategien, Vorstellungen und Ideale, aber auch ganz konkrete kulturelle Formen wie Filme, Podcasts, Essays und Literatur, Musik, Geschichten und Poesie und sogar Feiern, Feste und Rituale.

All diese Elemente transportieren nicht in erster Linie Informationen und harte Fakten, sondern vermischen sie mit Emotionen und Narrativen, mit Athmosphäre und einer weicheren Form von Sinn. Das steht zunächst einmal scheinbar im Widerspruch mit dem Ziel eines naturalistischen Humanisten, sich ein klares und faktenbasiertes Bild der Welt zu schaffen.

Doch Menschen sind nun einmal so gestrickt, dass sie Geschichten und Gefühle besonders gut aufnehmen, und sich auf diese Weise auch Ideen und Konzepte nachhaltig verarbeiten und verinnerlichen lassen. Dadurch können auch Informationen, die uns bereits rein sachlich bekannt sind, tiefer in unserem Denken verankert werden und besser mit der eigenen Persönlichkeit in Einklang gebracht werden.

Darüber hinaus bieten all diese Medien die Möglichkeit, Bonding mit anderen Humanisten zu betreiben und einfach ganz generell eine schöne Zeit zu haben.

Diese Seiten sollen eine Zusammenstellung vieler solcher Elemente sein, natürlich ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier gesammelten Inhalte können einerseits interessant und bereichernd für die eigenen Interessen sein. Andererseits geben sie vielleicht Anregungen für die Ausgestaltung einer humanistischen Community: Für Lesekreise, für Museumsbesuche, für die Organisation humanistischer Feiern, für Workshops und Aktivitäten jeder Art.

Sachbücher und Essays

Kluge Köpfe verfassten einflussreiche Texte, die Humanistische Vorstellungen nachhaltig geprägt haben. Von Vordenkern wie Julian Huxley bis zu modernen Autoren wie Scott Alexander soll diese Sammlung eine Liste von lohnenswerten Autoren und Sachtexte bereitstellen, die interessante neue Einsichten, Perspektiven, Modelle und Zusammenhänge herausstellen und damit die humanistische Weltsicht verfeinern und bereichern.
Natürlich sollen diese Texte nicht unhinterfragt akzeptiert werden wie das dritte Buch Moses – vielmehr bieten sie auch viel Material für kritische Auseinandersetzung Diskussion und können daher auch in Lesekreisen besprochen werden.

>> Sachtexte und Essays

Fiktion, Geschichten und Utopien

Geschichten faszinieren Menschen seit Urzeiten. Ihre Protagonisten werden in unbekannte Welten und gefährliche Situationen geworfen, müssen inneren und äußeren Feinden widerstehen und große Anstrengungen vollbringen oder eine fundamentale Wandlung durchmachen, um ihre Ziele zu erreichen – oder tragisch dabei scheitern. Geschichten in humanistischer Kultur stellen die Errungenschaften des Menschen in den Vordergrund, der mit der Kraft des eigenen Verstandes Probleme überwindet (siehe auch: Rational Fiction).

>> Fiktion und Geschichten

Podcasts

Podcasts betrachten Themen in einer detaillierten und umfangreichen Weise, die gleichzeitig sehr einfach mitzunehmen ist, denn jeder kann einen Podcast beim Abwasch oder in der S-Bahn hören, ohne extra Zeit dafür schaffen zu müssen. Podcasts bieten Gelegenheit, an einer tiefgründigen Konversation teilzuhaben oder dem Audio-Äquivalent einer mehrteiligen Serie zu folgen. Podcasts können leicht produziert werden und sind daher in hoher Qualität für fast jedes denkbare Thema verfügbar.

>> Podcasts zu humanistischen Themen

Blogs

Blogs leisten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung neuer Ideen, der Definition von Konzepten und dem intellektuellen Leben einer Community. Viele zentrale Ideen, die sonst nur in den Gedanken einer Einzelperson oder einem kleinen Kreis von Personen bekannt würden, haben so das Potential, sich in der ganzen Welt auszubreiten.

>> Evolutionär-Humanistische und rationalistische Blogs

Videochannel

Videos auf Youtube und ähnlichen Plattformen fesseln die Aufmerksamkeit ihrer Zuschauer und können Konzepte besonders kurzweilig und anschaulich erklären. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit und können eine eindrucksvolle Reichweite erreichen, sind aber natürlich nicht einfach zu produzieren.

>> Videochannel

Musik und Lyrik

Musik, Songtexte und Poesie können humanistische Ideen auf eine ganz vollkommen andere Weise transportieren und Menschen über eine kreative und inspirierende Weise ansprechen, die für andere Medien einfach nicht möglich ist. Viele verbinden Emotion und Inhalt in unvergleichlicher Weise, lösen Freude, Traurigkeit oder Lachen aus und bleiben besonders im Gedächtnis. Für Menschen, die gern singen, sind sie auch toll, um sich zu entspannen, und wenn mehrere gemeinsam singen bieten sie auch ein tolles Bonding.

>> Humanistische Musik

Filme und Theater

Kinofilme und Serien widmen sich Themen auf eine bildliche Weise, die Konzepte viel anschaulicher herüber bringen können als abstraktere Texte. Sie vermitteln Ideen auch für die breite Öffentlichkeit und können sie daher viel populärer machen (man denke nur an Themen wie Künstliche Intelligenz, Space Exploration oder technokratische Dystopien und Utopien). Filme bieten natürlich auch eine spaßige Abendgestaltung für soziales Beisammensein.

>> Humanistische Filme und Serien

Theaterstücke, Musicals und Opern haben einen wichtigen Teil unserer westlichen Kultur geprägt, und die Auseinandersetzung mit ihnen gehört für viele zum klassisch humanistischen Bildungskanon. Sie können auch enorm viel Spaß machen und eine Verbindung über die Jahrhunderte hinweg schaffen. Natürlich gibt es auch modernes Theater, was häufig auf eine ganz andere Weise Stoff für kritische Reflektion bietet. Und zu guter Letzt seien noch andere Kunstformen erwähnt, wie Comedy, Kabarett und Kleinkunst, die politische und gesellschaftliche Fragen besonders treffsicher angehen. Es macht unter Umständen auch Spaß, als gemeinsame Unternehmung zu solchen Veranstaltungen zu gehen und sie danach zu diskutieren.

>> für Humanisten besonders interessante Bühnenwerke

Museen und Austellungen

Museen, Galerien, Ausstellungen und ähnliche Orte können nicht nur interessante Erkenntnisse liefern, sondern bieten auch eine gute Gelegenheit, mit Freunden oder Mitstreitern eine gemeinsame Unternehmung in entspannter Athmosphäre zu erleben, ohne viel organisieren zu müssen. Einige Vorschläge:

  • Sternwarten und Observatorien bieten häufig interessante Vorträge, Führungen oder Demonstrationen zu Astronomie, Astrophysik und Himmelskörpern, aber auch Hörbuch-, Filmvorführungen und Workshops
  • Naturkundemuseen zeigen interessante Ausstellungen zu Zoologie, Botanik, Mineralogie und teilweise auch Evolutionstheorie oder Paläontologie
  • Gemäldegalerien, Kunstaustellungen und Museen klassischer Kunst zeigen häufig Austellungen, welche die Grundlagen der humanistischen europäischen Kultur erfahrbar machen
  • Geschichtliche Museen können einerseits Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Menschen geben, andererseits auch die Fundamente von Philosophie, Demokratie und Gesellschaft veranschaulichen
  • Technische Museen zeigen Ausstellungen zu technologischem Fortschritt, beispielweise Raumfahrtaustellungen
  • Zur Langen Nacht der Wissenschaften ermöglichen viele Universitäten und Museen besondere Austellungen und auch interaktive Erlebnisse für einen relativ geringen Preis. Eine Lange Nacht der Museen existiert natürlich ebenfalls.

Meditationen

Zugegeben, Meditation ist nicht jedermanns Sache. Doch viele Menschen profitieren ausgesprochen stark davon und berichten von ihren positiven Auswirkungen auf mentale Eigenschaften wie Entspannung, Konzentrationsfähigkeit, emotionale Regulation, Resilienz, Stimmung, Stressreduktion und Zielorientiertheit. Es gibt zahlreiche Techniken unterschiedlicher Art.

Konkret humanistische Meditationen hat der Humanist Daniel Böttger ausgearbeitet und stellt sie auf seiner Website zur Verfügung:

Feiern, Feste und Rituale

Feiern und Zeremonien bilden einen zentralen Teil unserer Kultur. Sie verbinden Menschen, bringen Freude und erinnern uns an einen bestimmten Sinn, der häufig kulturell schon seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden verwurzelt ist. Viele Feste sind eng mit religiösen Traditionen verbunden, gleichzeitig finden sich allerdings auch Gemeinsamkeiten über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg, die auf ein Grundbedürfnis oder eine inhärente Tendenz der Menschheit hinweisen mögen. Sich zu fragen, welche Wirkung diese Feiern auf Menschen haben und wie sie evolutionspsychologisch entstanden sein könnten, bietet viele interessante Erkenntnisse. Und kreative Humanisten können auch ihre eigenen Feiern und Inhalte entwickeln, um das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zelebrierung zu erfüllen, ohne dabei religiöse Irrungen zu reproduzieren.

Feste im Jahreslauf

Christliche Feiern wie Weihnachten und Ostern durchdringen die gesamte Gesellschaft. Auch viele nichtreligiöse Menschen finden sich zu Weihnachten mit ihrer Familie zusammen, genießen die Gemütlichkeit im Kerzenschein, machen sich gegenseitig mit Geschenken eine Freude oder genießen einfach nur ein gutes Essen. Selbst in nichtreligiösen Familien wird zuweilen zu Ostern Schokolade versteckt oder Eier bemalt. Und die zahlreichen herbstlichen Feierlichkeiten zur guten Ernte finden eine stark gewandelte neue Erscheinung in Halloween. Besonders für Kinder sind diese und weitere Feiern ein Objekt großer Vorfreude, aber auch manche Erwachsene haben Spaß daran, ihre Wohnungen zu dekorieren oder die Athmosphäre der Feierlichkeit zu genießen. Wenn Feste mit einem Sinn verbunden sind, der auf irgendeine Weise humanistisch ist – und sei es auch nur die Freude an der Gemeinschaft oder die Hoffnung auf eine bessere Zukunft – können sie als humanistische Feier einen schönen Beitrag zum Leben liefern, zumindest für jene, die Lust darauf haben und Freude daran empfinden.

Einige humanistisch und rationalistisch eingestellte Menschen haben Konzepte für humanistische Feiern ausgearbeitet. Da diese teilweise recht umfangreich sind, sind sie auf eigenen Seiten beschrieben.

  • Zum Blütenfest / Frühlings-Äquinoktium genießen wir das frische Erblühen der Natur. Zwischen Blumen und unter Kirschbäumen beschäftigen wir uns mit Dingen, die völlig neu sind: Neue Kulturen, neue Ideen, neue Kenntnisse oder Fertigkeiten, neue Menschen, die wir kennen lernen, oder einfach nur neues und ungewöhnliches Essen. Wir versuchen, aus unseren festgefügten Routinen und Gewohnheiten auszubrechen und etwas völlig Unbekanntes auszuprobieren, und dabei Toleranz und Offenheit für das Fremde zu praktizieren.
  • Die Sommersonnenwende oder Secular Summer Solstice zum 21. Juni ist ein fröhliches Fest, in dem draußen in der Natur Gemeinschaft, Freude am Leben, Zusammenarbeit, Spiel, Freude, Kooperation und Freundschaft zelebriert werden. Wir genießen das Privileg, am Leben zu sein, und begeistern uns für die Taten, die wir mit anderen gemeinsam vollbringen können, wenn wir uns koordinieren und zusammenarbeiten. Zu dieser Feier haben wir bereits eine Menge Materialien gesammelt.
    Der 21. Juni ist zugleich der Welthumanistentag, für den zahlreiche humanistische Gruppen Veranstaltungen organisieren.
  • Herbst-Äquinoktium / Nachtgleiche: Im Herbst demaskieren wir die Schreckgespenster, die uns am klaren Denken hindern. Wir wenden uns den Hexen, Teufeln und Dämonen unserer Zeit zu und konfrontieren unsere Ängste. Wir entlarven Vorurteile, ideologische Verblendung und toxisches Gruppendenken, um schließlich zu erkennen, wie leicht wir Heuristiken und Fehlannahmen auf den Leim gehen und dass die “Anderen” unter der Maske auch nur Menschen sind. Darüber hinaus danken wir den Menschen, die uns geholfen haben, und natürlich gibt es Kürbisse, Süßes und viel Spaß.
  • Die Wintersonnenwende oder Secular Winter Solstice ist ein säkulares Fest als Alternative (oder Ergänzung) zum Weihnachtsfest. Der Termin ist etwa der 21. Dezember. Die Inhalte der Winter Solstice umfassen die Kälte des gleichgültigen Universums und die Wärme, die die Menschen sich gegenseitig geben können, die Dunkelheit der Ignoranz und das Licht der Aufklärung und die Errungenschaften der Menschenheit, die es uns ermöglichen, jegliche Gefahren und Bedrohungen nach und nach zu überwinden und sogar zu den Sternen zu reisen. Wir haben eine ausführliche Anleitung für die Wintersolstice ausgearbeitet.

Feiertage für Ideale

Humanisten können sich natürlich sehr gut an Feiertagen beteiligen, die mit den humanistischen Werten und Idealen übereinstimmen. Denkbar sind beispielsweise Demonstrationen, Mitarbeit in Aktionsbündnissen oder einfach Partizipation an den spezifischen Aktionsformen der Feiertage.

  • Darwin Day (12. Februar)
  • Tag der Kosmonauten / Internationaler Tag der benannten Raumfahrt (12. April), auch ein Fest für Informationsfreiheit
  • Weltfrauentag (8. März)
  • Earth Day (22. April)
  • March for Science (22. April)
  • Internationaler Tag der Pressefreiheit (3. Mai)
  • World Humanist Day (21. Juni / Sommersonnenwende)
  • Christopher Street Day (je nach lokaler Ausgestaltung) (im Sommer)
  • Weltfriedenstag (21. September)
  • Beim “Marsch für das Leben” stellen sich Humanisten häufig christlichen Abtreibungsgegnern entgegen (September)
  • Jubiläum des durch Petrov verhinderten Atomkriegs (26. September), gefeiert als Petrov Day
  • Evolution Day (24. November)
  • Human Rights Day / Tag der Menschenrechte (10. Dezember)

(extern) Liste säkularer Feiertage

Feste zu Lebensabschnitten

Das Leben von Menschen wird durch zahlreiche signifikante Übergänge in Abschnitte geteilt. Schon seit Urzeiten werden diese zelebriert und mit Ritualen begangen. In unserer christlich geprägten Gesellschaft in Europa sind viele dieser Feiern kirchlich belegt, doch ihr eigentlicher Kern ist von Religion unabhängig, und es wurden bereits religionsfreie oder humanistische Alternativen geschaffen.

  • Geburt, Namensfeier, Willkommensfest, Taufe
    Die Namensweihe, Namensfeier oder das Willkommenfest ist eine nichtreligiöse Alternative zur christlichen Taufe. Der Humanistische Verband Deutschlands und die Freidenker-Vereinigung in der Schweiz bieten Unterstützung bei der Ausgestaltung solcher Feiern an. Somit kann der erstaunliche Vorgang der Entstehung neuen Lebens gefeiert und das Kind in der Gemeinschaft willkommen geheißen werden – ohne dass dem neu geborenen Menschen eine religiöse Zugehörigkeit aufgedrückt wird. Die Familie kommt für diese Feiern zusammen und Musik und Texte, die dem Anlass angemessen sind, dienen zur Untermalung. Häufig spielt auch die Benennung von Paten eine wesentliche Rolle.
  • Schuleinführung
    Die Schuleinführung ist bereits eine rein weltliche Feier, die keiner säkularen Alternative bedarf. Dennoch ist sie ein wichtiger Meilenstein im Leben eines Menschen und verdient daher eine Erwähnung.
  • Initiationsfeste: Kommunion, Konfirmation, Firmung, Jugendweihe
    Seit der frühesten Menschheitsgeschichte gibt es Initiationsrituale, die den Übergang zum Erwachsenenalter markieren. Im christlich geprägten Europa wird diese Rolle von evangelischen und katholischen Feiern ausgefüllt, für die es allerdings inzwischen eine starke säkulare Alternative gibt. Die Jugendweihe wird von Jugendweihe-Verbänden und humanistischen Organisation wie dem HVD organisiert und ist in Deutschland in den meisten Regionen weit verbreitet. In verschiedenen europäischen Ländern nehmen 15-40% der Jugendlichen an solchen Feiern teil. In Deutschland markiert das Lebensalter 14 auch das Eintreten der uneingeschränkten Religionsmündigkeit.
  • Schulabschluss
    Ebenso wie die Schuleinführung ist auch der Schulabschluss ein wichtiger Höhepunkt des Lebens und markiert einen wichtigen, wenn nicht gar den einschneidendsten Übergang im Leben eines Menschen. Solche Feiern sind, sofern die Schule selbst nicht religiös oder in kirchlicher Trägerschaft ist, bereits nichtreligiös.
  • Ehe
    Die Verbindung von Menschen in einer Familie (meist mit dem Ziel der Reproduktion) wird in vielen Teilen der Welt mit einer Feier begangen. In Deutschland gibt es die standesamtliche und die kirchliche Ehe, und zumindest von staatlicher Seite werden auch Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren anerannt, während das bei den verschiedenen religiösen Organisation etwas schwieriger ist. Die Ehe ist gegenüber anderen Formen des Zusammenlebens staatlich privilegiert. Eine Anerkennung von Verbindungen zwischen mehr als zwei Personen (bsp. Polyamorie) ist rechtlich ebenso wenig möglich wie beispielsweise eine eheähnliche platonische Lebensgemeinschaft von Freunden oder Verwandten, die vielleicht auch gemeinsam Kinder großziehen möchten. Welche Auswirkungen eine Veränderung des staatlichen Modells auf die Gesellschaft hätte und welche stabilisierende Funktion die Ehe ausübt, ist ein spannendes Thema, für das hier der Platz fehlt. Der HPD und andere freidenkerische Vereine bieten auch humanistische Trauungen an, hier beispielsweise ein Artikel, der eine solche Hochzeit illustriert.
  • Beerdigung, Trauerfeier, Abschiedsfeier
    Der Abschied von den Toten ein emotionales Bedürfnis von Menschen und auch manchen Tieren. Solange es der Menschheit nicht gelungen ist, auch den Tod, diesen letzten Feind, zu überwinden, müssen wir damit umgehen, dass ein unglaublich kostbares Leben für immer ausgelöscht ist. Humanisten bleibt keine tröstliche Illusion eines Paradieses, sie müssen sich mit der harten naturalistischen Realität des Todes abfinden. Dabei helfen humanistische Trauerfeiern, die frei gestaltet werden und wiederum auch vom HPD angeboten werden. Ein Interview und eine Broschüre illustrieren ihre Interpretation einer humanistischen Bestattungskultur.
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