Über uns – die Hochschulgruppe

Wer sind wir?

Wir verstehen uns als eine Gruppe junger Menschen, die sich mit den Idealen von Humanismus und Aufklärung, Rationalität und Fortschritt identifiziert. Wir wollen die Ideen des evolutionären Humanismus, eines rational-wissenschaftlichen Weltbilds und der evidenzbasierten Herangehensweise an gesellschaftliche, kulturelle und politische Fragen stärken und voranbringen. Letztendlich geht es um eine bessere Zukunft für die Menschheit!

Dabei stellen wir uns entschieden kritisch gegen Religionen und Ideologien. Den Prinzipien der Aufklärung verpflichtet, wollen wir die größte Gruppe der Studierenden, die Konfessionslosen, repräsentieren, die ansonsten von keiner Organisation und keinem Studentenwerk unterstützt werden.

Wir bieten Gleichgesinnten – also allen Menschen, die sich als humanistisch, konfessionsfrei, skeptisch, atheistisch, agnostisch, naturalistisch oder freidenkerisch betrachten – eine Gemeinschaft und Plattform zum Gedankenaustausch. Wir schaffen Raum für Diskussionen, organisieren Vorträge und Workshops und bieten eine Gelegenheit, sich in entspannter Runde über interessante und bewegende Themen auszutauschen. Wir pflegen keine in Stein gemeißelten Dogmen, sondern sind offen für neue Impulse, Ansätze und Herangehensweisen ebenso wie für sachliche Kritik. Wir sind bestrebt, uns stets weiter zu entwickeln, Neues zu lernen und unseren Horizont zu erweitern. Dabei gilt für uns, dass es nichts weiter braucht als mit wissenschaftlich belegbaren Fakten untermauerte, logisch schlüssige Argumente, um uns von einem Standpunkt zu überzeugen – nicht mehr, aber auch kein Stück weniger.


“Diese Schrecken des Geistes demnach, dies Dunkel der Seele,
Müssen nicht Strahlen der Sonne, die leuchtenden Pfeile des Tages,
sondern Naturansicht und Erkenntnis der Dinge vertreiben.”

Lucretius, de rerum natura

Unsere Themen

Die Kerninhalte unserer Arbeit sind:

  • Aufklärung, Bildung und ein kritisch-naturalistisches Weltbild des evolutionären Humanismus
  • Säkularität und die Entflechtung von Staat und Kirche in einem demokratischen Staat
  • Die Zukunft der Menschheit, im Speziellen die Technologie, Forschung und Gesellschaft der kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte
  • Kritik an Religion, Ideologie und Aberglaube überall da, wo sie die Rechte von Menschen verletzen, Leid zufügen oder Schaden verursachen
  • Eine vernunftbasierte, zeitgemäße Ethik anstelle dogmatischer Moral
  • Die Verminderung von Leid aller empfindungsfähigen Wesen
  • Popularisierung der Wissenschaft und der wissenschaftlichen Methode als Werkzeug des Erkenntnisgewinns
  • Repräsentation einer atheistischen und evidenzbasierten Einstellung, die von Lebensfreude und Sinn erfüllt ist
  • Ständiges kritisches Hinterfragen der eigenen Positionen und Weiterentwicklung des eigenen Wissenstands

“There is no justice in the laws of nature, no term for fairness in the equations of motion.
The Universe is neither evil, nor good, it simply does not care. The stars don’t care, or the sun, or the sky.
But they don’t have to! We care! There is light in the world, and it is us!”

Eliezer Yudkowski, Harry Potter and the methods of rationality

Ganz spezifisch gibt es einige Themen, die uns immer wieder besonders faszinieren. Einige Beispiele:

  • Künstliche Intelligenz, Maschinenethik, Upload und Technologische Singularität
  • Diskussions- und Streitkultur sowie die logischen Fehlschlüsse, Biases und Heuristiken, die uns irren lassen
  • Transhumanismus
  • Genetik, genetische Diagnostik und Genome Editing
  • Humanistische Ideengeschichte, Weiterentwicklung einer zeitgemäßen Ethik und Entwicklung einer humanistischen Kultur
  • Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung der Menschen in Nordkorea (in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung SARAM)
  • Kritische Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Tendenzen in Religionen (vor allem Islam und Christentum)

Darüber hinaus haben wir uns in den Jahren 2017 und 2018 aktiv in der Hochschulpolitik engagiert. Wir waren als Liste im Studierendenparlament aktiv, haben zahlreiche Kontroversen miterlebt und (auch in Kooperation mit Listen wie der LHG und der Power of Science) verschiedene Anträge eingebracht. Unser Hauptanliegen dabei waren Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Demokratie in Studierendenparlament und RefRat zu erhöhen, was uns auch in Teilen gelungen ist.

“Isn’t this enough? Just this world? Just this beautiful, complex wonderfully unfathomable world?
How does it so fail to hold our attention that we have to diminish it with the invention of cheap, man-made myths and monsters?”

Tim Minchin, storm

Unsere Aktivitäten

Die Säkularen Humanisten an Berliner Hochschulen bestehen seit Anfang 2015. Seitdem organisieren wir regelmäßig Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten.

  • Wir laden zu Vorträgen ein, zu denen wir Redner zu interessanten Themen ausfindig machen, die sich häufig danach noch der Diskussion mit dem Publikum stellen. Beispielsweise durften wir bereits Robin Hanson, Hamed Abdel-Samad, Prof. em. Dr. Kurt Salamun, Carsten Frerk oder das Aktionsbündnis Ehrlos statt Wehrlos als Referenten begrüßen.
  • Wir organisieren Workshops und Projekttutorien an der Universität, um unsere eigenen Fähigkeiten im Diskutieren, Argumentieren und Hinterfragen unserer eigenen Meinungen zu verbessern.
  • Wir veranstalten Podiumsdiskussionen und Streitgespräche zu kontroversen Themen, beispielsweise mit den Theologen an der HU über die Daseinsberechtigung von Theologie als Universitätsfach, oder zum Pro und Contra von genetisch modifizierten Organismen.
  • Unsere Treffen sind Meetup und Planungstreffen in einem und finden etwa alle 1-2 Monate in einem Literaturcafé oder an der Uni statt. Wer Lust hat, sich dabei einzubringen, braucht sich nur mit einer kleinen Nachricht an uns zu wenden. Wir freuen uns über alle neuen Gesichter!
  • Um uns mit humanistischen und rationalistischen Themen auseinander zu setzen, veranstalten wir regelmäßig (ca. alle 1-2 Monate) ein Treffen unseres Lesekreises, bei dem wir einen zuvor gemeinsam ausgewählten Text ausführlich analysieren, durchleuchten und kritisieren.
  • Wir beteiligen uns an Demonstrationen, beispielsweise gegen Artikel 13 und die Urheberrechtsreform, gegen den “Marsch für das Leben”, und beim March for Science.
  • Wir unternehmen aber auch manchmal etwas einfach so zusammen – beispielsweise waren wir zusammen im Naturkundemuseum, haben Brettspielabende organisiert und haben gemeinsam durch ein Teleskop den Sternenhimmel betrachtet. Wir schauen manchmal einen Film oder verfolgen gemeinsam eine Debatte berühmter Denker auf Youtube.
  • Außerdem wichtig für uns sind die gemeinsamen Feiern: Zweimal im Jahr veranstalten wir ein humanistisches Fest, anlässlich der Sommer- und der Wintersonnenwende. Wir stecken viel Mühe in diese Feiern und sie sind immer ein ganz besonderer Höhepunkt des Jahres.

Unsere Mitstreiter

Bei unseren Planungstreffen ist meist ein harter Kern aus 6-12 Teilnehmern anwesend, aber der Kreis von Freunden und Unterstützern ist deutlich größer, und alle können sich so intensiv einbringen, wie sie möchten.

Als Hochschulgruppe besteht unsere Gruppe natürlich zur überwiegenden Mehrheit aus Studierenden, allerdings sind auch alle anderen herzlich eingeladen, sich bei uns zu engagieren. Manche von uns arbeiten auf ein Studium hin, andere haben es bereits abgeschlossen, und wir haben auch Unterstützer, die einen ganz anderen Weg gewählt haben. Wichtig ist nur, dass wir eine Gruppe aktiver junger Menschen sind, die gemeinsam an den gleichen Zielen arbeiten.

Falls du Lust hast, uns näher kennen zu lernen, findest du einige Vorstellungen unserer Mitstreiter hier.

Neugierig geworden? Hier findest du mehr Infos dazu, wie du bei uns mitmachen kannst. Wir freuen uns auf dich!

“I am a lover of truth, a worshipper of freedom, a celebrant at the altar of language and purity and tolerance.”

Stephen Fry
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