27. 04. 2020 – Politischer Islam und Demokratie

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Sie verbinden die zweitgrößte Weltreligion vor allem mit dem Terror im Namen eines unbarmherzigen Gottes, der Unterdrückung von Frauen und Minderheiten sowie einer Ablehnung westlicher Werte. Für diese Assoziationen gibt es nachvollziehbare Gründe, die aus dem Erstarken des politischen Islam resultieren.

Dieser übt durch machtbewusstes und strategisch geschicktes Agieren seiner Funktionäre großen gesellschaftlichen Einfluss aus und dominiert zunehmend die staatliche Islampolitik sowie den öffentlichen Dialog. Vielen Menschen fehlt jedoch das Wissen über die Ursprünge und die Ausprägungen des politischen Islam, um Konfliktsituationen richtig einschätzen, angemessen zu argumentieren und handeln zu können.

Der Vortrag schließt mit seinem fundierten und verständlichen Überblick diese Lücke.

Zur Referentin: Susanne Schröter, geb. 1957 in Nienburg/Weser; 1977 bis 1986 Studium der Anthropologie, Soziologie, Kultur- und Politikwissenschaften sowie der Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Habilitation 1999; Lehrstuhlinhaberin seit 2004; seit 2008 Professorin für „Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen“ im Exzellenzcluster „Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Ferner u.a.: Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts, Senatsmitglied der Deutschen Nationalstiftung, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft, Mitglied der Hessischen Integrationskonferenz, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz.

Der Eintritt ist frei, aber um Anmeldung auf Eventbrite wird gebeten :) Es gibt auch eine Veranstaltung auf Facebook.

Ort: Hörsaal 2097 im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin, Deutschland
Zeit: Montag, 27. April 2020 von 18:00 bis 20:00

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